Kreisrunder Haarausfall was das für die Betroffenen bedeutet

Gepostet von Vanessa Oster am 13. Januar 2012

So lange ein kreisrunder Haarausfall auf ein eng begrenztes und kleinflächiges Areal beschränkt ist, kann man ihn entweder mit der Gestaltung der Frisur abdecken oder aber man lässt eine einzelne kahle Stelle chirurgisch verstecken, indem die betroffene Hautpartie ausgeschnitten und durch Straffung der restlichen Kopfhaut geschlossen wird.
Doch das ist nur dort möglich, wo ein kreisrunder Haarausfall nur Flächen mit einer geringen Ausdehnung befallen hat und Untersuchungen der umgebenden Areale ergeben haben, dass sie nicht davon betroffen sind.
Noch immer birgt ein kreisrunder Haarausfall den Dermatologen und medizinischen Forscher eine Menge Rätsel auf. Zwar hat man herausgefunden, dass entzündliche Veränderungen der Kopfhaut eine der Hauptursachen ist, aber andererseits legen die Statistiken eine genetische Veranlagung nahe, denn ein kreisrunder Haarausfall tritt gelegentlich auch familiär gehäuft auf.
Dabei hat diese besondere Form des Haarverlustes ihren Namen vom Aussehen der auftretenden kahlen Stellen bekommen. Sie sind durchgängig oval oder völlig rund und sehr klar von dem sie umgebenden gesunden Gewebe und Haar abgegrenzt.
Als Auslöser vermuten die Wissenschaftler auch Autoimmunerkrankungen, da ein kreisrunder Haarausfall auch als Begleiterscheinung verschiedener anderer Erkrankungen auftreten kann. In den meisten Fällen dürfen jedoch die Betroffenen die Hoffnung behalten, dass die kahlen Stellen sich wieder schließen, denn in der Regel werden dabei die Haarwurzeln nicht komplett zerstört, sondern nur vorübergehend geschädigt, so dass sie sich im Verlaufe von ein bis vier Jahren wieder vollständig regenerieren können.
Fakt ist allerdings auch, dass ein kreisrunder Haarausfall selten ein einmaliges Erlebnis bleibt, sondern schubweise immer wieder auftritt. Dabei lässt sich diese Form des Verlustes des Kopfhaares nur sehr schwer behandeln, was vor allem an der mangelnden Kenntnis der Ursachen liegt.
Häufig experimentiert man mit einer Immuntherapie, wobei künstlich Entzündungen an anderen Stellen hervorgerufen werden. In anderen Fällen wieder ist eine lokale Behandlung mit Kortikoiden erfolgreich. Ein allgemein verbindliches Behandlungskonzept gibt es nicht, so dass der Dermatologe im Einzelfall entscheiden muss.

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